Angkor Wat: Bangkok – Poipet – Siem Reap

Wieder im Land des Kranichs angekommen und direkt aus der Bade- in die Skihose geschlüpft… Momentan ist ja der Uli zu Besuch und ich mache mit ihm einen Crashkurs in Sachen Korea. Dazu später mehr! Um auch schön chronologisch zu bleiben, muss ich erstmal was zu unserer Südostasien Reise schreiben. Unser Trip muss in mehreren Etappen erklärt werden, da wir in diesen vier Wochen so viel erlebt haben: Tempel, Urwald, Städte, Inseln…

BangkokBangkok

Unsere Reise begann gleich mit der schwierigsten Aufgabe: Wie kommt man am besten von Bangkok nach Siem Reap, der Stadt neben Angkor Wat in Kombodscha.

Man kann zwischen drei Reisemöglichkeiten wählen: Flug, direkte Busverbindung und auf eigene Faust an die Grenze und rüber. Wir haben uns für die letzte Möglichkeit entschieden. Noch war uns nicht klar, dass man sowieso beschissen wird. Ganz egal wie man es angeht.

Die Busverbindung haben wir ausgeschlossen, da er von Abzockern betrieben wird, die einen extra langen und beschwerlichen Weg wählen, um die Busreise so unerträglich wie möglich zu machen. Der Sinn und Zweck dieser Praxis liegt im wahren Grund ihres Angebotes: Man wird morgens um 6 in einem Hotel 5-6 Kilometer aussserhalb der Stadt abgeliefert, welches man dann auf ihre „Bitten“ hin auch buchen sollte. Wenn man so müde und geschafft nach 22 Stunden !! in Siem Reap ankommt nimmt man eben auch ein überteuertes Hotel. Vielleicht wäre das aber trotzdem die beste Variante gewesen, denn obwohl wir uns für die do it yourself Tour entschieden haben, hatten wir auch so unsere Probleme.

Um die ersten 300km unserer 400km langen Reise zu bewältigen haben wir einen Linienbus gebucht und uns an der Grenze vor PoiPet

Pol Pet

absetzen lassen. Hat sehr gut funktioniert und war auch nicht teuer. Dann taucht allerdings das erste Problem auf. Damit Kambodscha ein paar ausländische Devisen ins Land bekommt, muss man ein Visum für 20$ beantragen. Bereits vor Abzockern vorgewarnt, bahnten wir uns unseren Weg durch Menschenmassen und Leute, die uns das Visum exrtem überteuert besorgen wollten. Glücklich, den offiziellen Schalter im Niemandsland erreicht zu haben, wollten wir mit dem Polizisten reden und unser Formular ausfüllen. Allerdings wird auch dieser Schalter belagert und man kann mit den Polizisten gar nicht direkt sprechen. Es bleibt also nichts anderes übrig als mit dem Typen vor dem Schalter zu verhandeln, um das Visum zu einem halbwegs vernünftigen Preis zu bekommen.
Dann mussten wir feststellen, dass der komplette öffentliche Verkehr in Pol Pet von der Mafia kontrolliert wird. Das muss die einzigste Stadt in Südostasien sein, in der man nicht von Taxi- und TukTuk-Fahrern genervt wird und das obwohl wir und viele andere so nötig eines gebraucht hätten. Mann musste von der sogenannten „Tourist Station“ einen handgeschrieben Zettel des lokalen Bosses erstehen um ihn bei einer Kontrolle ausserhalb der Stadt vorzuweisen. Da kostet das Taxi auch gleich doppelt so viel und die normalen Taxis in der Stadt wollten uns nicht mitnehmen. Kein Wunder, wenn einem der Mafiosi immer im Auto hinterherfährt falls man seinen „Busbahnhof“ verlässt. Der Einbruch der Dunkelheit und ein Entgegenkommen seinerseits haben uns dann doch veranlasst, auf sein Angebot einzugehen und wir sollten die gefährlichste Autofahrt unseres Lebens antreten. Diese vielbefahrene Strasse ist nämlich dank der Bestechungsgelder einer lokalen Fluglinie nicht ausgebaut. Obwohl sie die wichtigste Verbindung zwischen Thailand und Kambodscha darstellt, ist sie sogar für kambodschanische Verhältnisse in miserablem Zustand: Extrem staubig, bei Nacht ne Sichtweite von ca. 3-5 Metern, Badewannen-große Schlaglöcher, sehr viel Verkehr und zu keinem Zeitpunkt geteert. Dazu kam noch, dass es unser Fahrer scheinbar sehr eilig hatte und auch noch ein thailändisches Auto fuhr, also rechts saß, und immer links überholen musste. Da ich Beifahrer war, sah ich den Gegenverkehr immer vor ihm und konnte ihn warnen. Dieses Photo entstand auf einem Zwischenstop als der Motor mit dem Gartenschlauch gekühlt werden musste. Wir sehen ziemlich fertig aus, nicht ohne Grund!

Himmelfahrt

Nach einigen Problem mit unserer Reservierung hatten wir es dann aber endlich geschafft und waren bei der sagenhaften Tempeln angekommen. Nachdem wir noch ein paar streunende Hunde (Tobi und Kristian auf ihrer Kambodscha/Vietnam Tour) aufgelesen hatten konnten wir auch schon im ersten Restaurant mit dem einladenden Schild „We don’t serve Cat, Dog, Rat or Worm“ speisen.

Streuner

Nach einer Mütze voll Schlaf im effektiv genutzten Moskitonetz gings los.

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Die Tempelanlagen waren den gnazen Stress auf jeden Fall wert! Der Dschungel und die teilweise verfallenen Tempel sind schon eine aussergewöhnliche Kulisse. Mit dem TukTuk (10$/Tag) kann man sich von Anlage zu Anlage fahren lassen und könnte sicherlich eine Woche dort verbringen ohne 2 mal das gleiche zu besuchen. Schon auf dem Weg zum Tempel kann man ein paar interessante Häuser und Leute sehen:
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Von den Tempeln selbst konnte ich gar nicht genügend Photos machen. Die Hauptanlage war am größten, hatte aber auch am meisten Besucher. Durch die guten Renovierungsarbeiten war sie zwar einen Besuch wert, hatte aber nicht soviel Charm wie die kleineren und verfallenen Tempel.
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Die teilweise gigantischen Bäume haben den weniger besuchten Anlagen eindeutig eine ganz einzigartige Atmosphäre verliehen:
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Vor allem die Verzierungen haben mich beeindruckt. Es gab eigentlich kaum einen Stein, der nicht auf irgendeine Art und Weise verschönert wurde. Ein immer wiederkehrendes Motiv war die siebenköpfige Schlange deren Körper Straßen oder Fusswege wie ein steinerner Zaun umgab. Manchmal wurde der Körper von vielen Statuen gehalten.

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Aber auch viele andere Tierstatuen standen überall. Manche blickten auf die künstlich ausgehoben Seen, manche knieten vor den Türmen und andere verteidigten die Eingänge.

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Buddhisten haben einige Buddha Statuen errichtet und beten an bestimmten, heiligen Orten.

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Das war sicher einer der interessantesten Abschnitte unserer Reise!

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Bald gibt’s mehr. Die nächste Etappe war Singapur, die Stadt der tausend Gesetze, und Kuala Tahan, ein Urwald in Malaysien.


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