Seoul und der Palast des letzten Königs: Changdeokgung

Nach den weihnachtlichen Feierlichkeiten haben wir uns also auf den Weg nach Seoul gemacht, um die Weltstadt mal ein bisschen besser kennen zu lernen. Ich war ja schon mal dort, hab aber die Zeit mit so sinnlosem Zeug wie dem Seouler Oktoberfest verbracht, wie ihr vielleicht schon gelesen habt. Unser Appartment war nahe der Seoul National University und so gab’s genügend Essgelegenheiten in der Nähe. Bei dieser Gelegenheit hat Susi gleich ihr koreanisches Lieblingsessen gefunden: Cheese-Ramyon, also eine Nudelsuppe mit nem Stück Käse, damit sie etwas cremiger wird. Sieht man ihr aber auch an:

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Die Stadt hat uns eigentlich sehr gut gefallen, unter anderem waren wir in Insadong, einem kleinem Künstlerviertel und Itaewon. In Itaewon hängen allerdings die ganzen Soldaten von den Amis rum und das Viertel ist echt nicht empfehlenswert.

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Sehr lustig waren vor allem auch die Märkte und „Kaufhäuser“. Da ja in Korea alles irgendwie anders sein muss als bei uns, ist auch das Einkaufserlebnis ein ganz ungewohntes: Department Stores und Märkte sind oft nur riesige, mehrstöckige Hallen, in denen sich Stand an Stand reiht. Wir waren etwa in einem Markthaus, in dem es 6 Stockwerke nur Stoffe gab. Es waren bestimmt weit über tausend Läden und ich möchte gar nicht wissen, wieviel Meter Stoff da drin waren. Auch ausserhalb der Hallen wurden weiterhin Stoffe ver- und gekauft. Als wir dann ein bisschen weiter gewandert sind, sind wir dann durch eine Straße gegangen, in der jeder Laden nur Stühle verkauft hat. Alle nur denkbaren Stühle… Surreal aber nur allzu real in Korea. Ich kenne das schon aus Busan: Wenn wir etwas bestimmtes suchen, dann können wir oft nicht in ein großes Geschäft, sondern müssen in ein bestimmtes Viertel und dort unzählige kleine Läden durchkämmen. Geht uns mit Elektroartikel z.B. so, einen Mediamarkt oder vergleichbares findet man hier so gut wie nie. Nur bei den Lebensmitteln setzen sich langsam amerikanische Ketten durch. Man muss nur das Vorurteil, dass man in so kleinen Ständen nur beschissen wird, einfach ablegen. Denn man wird eigentlich immer fair behandelt und auch der Service stimmt. Auf dem rechten Bild sieht man, wie sie ihre Waren transportieren. Dass der hintere Mopedfahrer nicht umkippt ist schon ein Wunder!

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Mal eine neue Variante, diesmal kein Neonkreuz. Sieht eher aus, wie der Bohrturm Gottes :D

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Auf dem Seoul Tower war’s lustig und kalt. Dort hat man mal gesehen, wie groß diese Stadt eigentlich ist, 10 Millionen Einwohner sind kein Pappenstiel.
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Ein Highlight war aber vor allem der Changdeokgung Palast. Dieses Weltkulturerbe war das Zentrum der Macht von 1618 bis 1869. Da der König dort noch bis 1911 gewohnt hat, kann man viele neuzeitliche Sachen von ihm begutachten: Nen Cadillac, nen Daimler, sein Arbeitszimmer und so weiter. Hinter dem Palast ist ein sogenannter Biwon. Ein geheimer Garten der zum Meditieren und Gedichte schreiben besucht wurde. Die Größe und die Ruhe, die er ausstrahlte waren echt beeindruckend. Aber seht selbst:

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Mein absolutes Lieblingsbild des Ausflugs:

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Gruß an alle!


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