Korea’s Verhältnis zu seinen ausländischen Mitbewohnern
Korea hat ein sehr gespaltenes Verhältnis zu seinen ausländischen Mitbürgern. Zum einen möchte es Touristen, ausländische Studenten und Investoren anlocken, zum anderen bildet sich hier eine Subkultur inmitten der koreanischen Gesellschaft, die anscheinend des öfteren aneckt.
Um das besser zu verstehen, muss man ein großes Problem Süd Koreas kennen:
Obwohl die Koreaner größte Bemühungen unternehmen, sprechen sehr wenige gut Englisch. Bei TOEFL und ähnlichen Tests schneiden sie unter allen asiatischen Ländern am schlechtesten ab. Die koreanische Regierung hat das Problem schon vor längerem erkannt und unternimmt so einiges dagegen:
Um den Strom koreanischer Studenten (und deren Geld) ins Ausland zu stoppen, will die koreanische Regierung ein „English Village“ auf Jeju Island errichten. Dort soll nur Englisch gesprochen werden und so soll der Auslandsaufenthalt nach Korea verlagert werden. Ein, wenn ihr mich fragt, absolut sinnloses Unterfangen, das schon von Beginn an zum scheitern verurteilt ist.
Zum anderen gelten erleichterte Visa Bestimmungen für Ausländer aus dem englischen Sprachraum, Koreanisch Kentnisse sind nicht erforderlich. Sie dürfen unbefristet in Korea bleiben und als Englischlehrer arbeiten. Damit verdient man, vor allem für koreanische Verhältnisse, sehr viel Geld: etwa 2000$ im Monat. Ausserdem arbeitet man sehr wenig und kann leicht mit Privatstunden seinen Verdienst aufbessern. Sogar die Wohnung wird gestellt und ein paar Flüge nach Hause sind auch noch drin. Dieses Angebot lockt viele Leute an, manchmal auch die falschen.
Korea hat trotzdem eine geradezu lächerliche Ausländerquote von etwa 0,5%. Wenn man nun noch bedenkt, dass Seoul mit Abstand die internationalste Stadt ist, dann könnt ihr euch vielleicht vorstellen wie wenig Ausländer man hier sieht.
Seit ein paar Wochen läuft hier ein Theaterstück von einigen Engländern, eigentlich mehr eine Comedy Show, die sich mit dieser Thematik befasst und auch einige derbe Späße über die koreanische Gesellschaft an sich gemacht hat. Diese wurde nun von „Undercover Polizisten“ infiltriert und dann hochgenommen. Hört sich eigentlich lächerlich an, aber lest selbst (photographiert, aus dem „Korean Herald“):
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Ich habe das Gefühl, dass die Koreaner auf der einen Seite auf die English Teacher angewiesen sind, aber auch Probleme mit der Integration haben. Eigentlich ganz lustig, diese Problematik mal von der anderen Seite zu erleben.
Anderseits muss man aber auch sagen, dass sie sich teilweise recht viel Mühe. Vor ein paar Wochen gab es etwa eine Citytour für die ausländischen Bewohner von Busan (nicht die English Teacher), bei der ich auch teilgenommen habe. Putzige Idee… Die Bilder will ich euch nicht vorenthalten:
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Das ist ein koreanisches Paar bei der Goldenen Hochzeit:
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Hier sieht man rechts das APEC Gebäude, Zeuge des APEC Gipfels 2005 in Busan. Darüber ist man immer noch so stolz, dass man es quasi zu einer Touristenattraktion ausgebaut hat.
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Ein „liebevoll“ als Baum getarnter Handy Sendemast:
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Und hier sieht man nochmal die Brücke, auf der das Feuerwerk statt gefunden hat, von hinten:
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- Published:
- 20 Dezember, 2006 / 1:54
- Category:
- Alltägliches, Busan, Events, Korea, Kultur
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