Tachyon, der Photoclub von Dongseo
Seit ein paar Wochen sind Marcel und ich jetzt schon Mitglied bei Tachyon, dem Photoclub unserer Universität. Der Clubraum ist nur etwa 20m Luftlinie von meinem Zimmer entfernt und beherbergt sogar eine kleine Dunkelkammer. Nächste Woche zeigt uns jemand wie man Schwarz/Weiß-Filme entwickelt und dann kann ich endlich die Nächte damit verbringen, meine Bilder auf Papier zu bringen.
Vor zwei Wochen haben wir bereits einen kleinen Ausflug mit dem Club unternommen. Leider hatte ich bis jetzt noch keine Zeit, darüber zu schreiben. Wir waren ja einen Tag später schon wieder auf Jeju.
In unserem Haus sind mindestens 50 Clubs untergebracht, die auch sehr gerne von den Koreanern in Anspruch genommen werden. Unser Club, der sich auf Analoge S/W-Photographie beschränkt, hat bestimmt an die 150 Mitglieder.
Bei unserem Ausflug waren in etwa 50 Koreaner und wir beide dabei. Als Ausländer waren wir von Anfang an immer im Zentrum der Aufmerksamkeit. Korea hat eine unglaubliche Ausländerrate von nur 0,48% und die Mehrheit der Ausländer wohnt sowieso in Seoul. Durch unsere zahlenmäßige Unterlegenheit konnten wir koreanische Lebensart pur erleben.
Die erste Frage, als wir damals den Clubraum zum ersten mal betreten haben, war „Wie alt bist du?“. Das hat mit der sehr ausgeprägten Hierarchie in der Gesellschaft und natürlich auch in unserem Club zu tun. Alter spielt eine sehr wichtige Rolle und so kam es mir zugute, dass ich mit 26 (in Korea ist man bei Geburt bereits ein Jahr alt) bereits älter als der Chef des Clubs persönlich war.
Die Reise ging in das Zentrum Koreas, eine sehr gebirgige Region, die mir sehr gut gefallen hat. Wir haben in einer Art Motel übernachtet und der Großteil hat auf etwas dickeren Matten in einem großem Raum geschlafen. Als Ältere und Gäste war uns immer ein sehr guter Platz sicher
. Gegessen wurde auch einfach am Boden, bevor die Matratzen für die Nacht ausgelegt wurden. Wenn man Hunger hat wird man übringens direkt in den Mund gefüttert.
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Abends wurde auch mal gegrillt und als Marcel eine Version von „Alle meine Entchen“ zum besten gab, waren alle begeistert dabei. Wie peinlich, wenn das ein Deutscher gehört/gesehen hätte!
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Während der Tageszeit haben wir dann ein paar ältere Dörfer und Museen besucht und ich habe die Zeit genutzt um reichlich Bilder zu schießen:
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- Published:
- 12 Oktober, 2006 / 5:25
- Category:
- Alltägliches, Korea, Kultur, Photographie, University
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